Mehr erfahren über CO2kompensation.org

CO2kompensation.org kauft Emissionszertifikate (EUA) aus dem europäischen Emissionshandel auf und löscht diese aus dem Register. Das mit den Zertifikaten verbundene Recht zum Treibhausgasausstoß erlischt damit unwiderruflich. Da die Anzahl der Emissionszertifikate begrenzt ist, wird so effektiv CO2-Ausstoß verhindert.

Das ist eine individuelle Entscheidung. Viele Unternehmen ermitteln ihren gesamten CO2-Ausstoß und kompensieren ihn, um klimaneutral tätig zu sein.

Auch Einzelpersonen möchten häufig ihren CO2-Fußabdruck ausgleichen. Greenpeace hat errechnet, dass der CO2-Fußabdruck pro Person in Deutschland bei 12,5 Tonnen pro Jahr liegt.

Das Umweltbundesamt stellt einen Online-Rechner bereit, mit dem jeder seinen persönlichen CO2-Fußabdruck ermitteln kann.

Ein Großteil der CO2-Emissionen tritt beim Reisen auf. Hier einige Beispielrechnungen (jeweils Hin- und Rückflug, Klimaeinfluss des Fluges inkl. CO2-Ausstoß, Ozonbildung und Kondensstreifen):

  • Innerdeutscher Flug (Hamburg-München): ca. 0,3 Tonnen
  • Innereuropäischer Flug (Frankfurt-Madrid): ca. 0,8 Tonnen
  • Interkontinentalflug (Frankfurt-New York): ca. 3,7 Tonnen

Der europäische Emissionshandel ist ein sogenanntes “Cap and Trade” System. Es begrenzt den erlaubten Ausstoß an Treibhausgasen von energieintensiven Unternehmen, indem jedes Jahr nur eine bestimmte Menge Emissionsrechte ausgegeben wird (“Cap”). Die Emissionsrechte können zwischen den Marktteilnehmern gehandelt werden (“Trade”).

Seit 2005 müssen viele große Unternehmen in Europa Emissionsrechte nachweisen, um CO2 ausstoßen zu dürfen. Jedes Jahr wird eine feste Menge Emissionsrechte ausgegeben, teilweise über Versteigerungen und teilweise kostenlos an zuteilungsberechtigte Unternehmen. Die Menge der neu ausgegebenen Emissionsrechte sinkt kontinuierlich, aktuell um 1,74% pro Jahr.

Das Cap and Trade System stellt sicher, dass die Emissionen der betroffenen Industrien sinken. Gleichzeitig erlaubt es einzelnen Unternehmen, Treibhausgase auszustoßen, wenn sie den aktuellen Marktpreis dafür bezahlen.

Das europäische Emissionshandelssystem erlaubt den Unternehmen, CO2-Emissionen dort zu senken, wo es am effizientesten ist: Wenn beispielsweise ein produzierendes Unternehmen A seine jährlichen CO2-Emissionen um 20.000 Tonnen senken kann, indem es eine neue Filteranlage mit jährlichen Kosten von 50.000 Euro installiert, so liegen seine Kosten für die Emissionsreduzierung bei 2,50 Euro pro Tonne. Ein anderes Unternehmen B, das bereits sehr effizient produziert, könnte seine Emissionen nur reduzieren, indem es seine Produktion drosselt. Die entgangenen Gewinne wären 50 Euro pro Tonne.

Wenn der aktuelle Marktpreis für CO2-Emissionen bei 10 Euro pro Tonne liegt, ist es für Unternehmen A vorteilhaft, die neue Filteranlage zu installieren. Überschüssige Zertifikate kann es dann am Markt verkaufen. Unternehmen B senkt seine Emissionen nicht – es kauft sich einfach die notwendigen Zertifikate am Markt.

Heute unterliegen ca. 12.000 Anlagen und Fabriken in der EU, Norwegen, Liechtenstein und Island dem Europäischen Emissionshandels. Insgesamt stoßen diese Anlagen knapp die Hälfte der europäischen CO2-Emissionen aus. Weiterhin unterliegen seit 2012 auch ca. 6.000 Luftverkehrsbetreiber der Pflicht, Emissionsrechte vorzuweisen.

Neben CO2 (Kohlendioxid) müssen Emissionsrechte auch für den Ausstoß der Treibhausgase Lachgas und perfluorierte Kohlenwasserstoffe nachgewiesen werden.

Organisationen und Unternehmen, die ein Konto im europäischen Emissionshandelsregister besitzen, können dort Emissionsrechte kaufen, verkaufen und löschen. Zur Kompensation veranlasst CO2kompensation.org die Löschung der entsprechenden Emissionszertifikate (EUA) und entzieht sie somit dauerhaft dem Markt.